Interview mit SEO Köln Experte – 1aSEO Christopher Wagner

1. Hallo Christopher, stell Dich doch unseren Lesern einmal vor. Wer bist Du und was machst Du?

Hi, mein Name ist Christopher Wagner – ich bevorzuge Chris – und SEO ist seit längerer Zeit das, was mich wirklich antreibt. Seit fast zwei Jahren nun als Selbständiger, denn die direkte Arbeit mit dem Kunden, die gemeinsame Bedarfsanalyse und sein ständiges Feedback – das ist der Kick für mein Team und mich.

Die meisten Kunden kommen aus dem Kölner Raum – das ermöglicht persönlichen Kontakt bei kurzen Wegen. Dank moderner Kommunikation können wir aber auch unsere Kunden im gesamten Bundesgebiet effizient bedienen. Selbst ausländische Firmen, die im deutschen Markt bereits aktiv sind oder hier aktiv werden möchten, nutzen unseren Service.

2. Wie ist Deine Geschichte? Wie bist Du zum SEO gekommen?

Nach dem Abitur hatte ich mich für ein Studium der Rechtswissenschaften hier in Köln entschieden. Das war aber nichts für mich, ergo Studienabbruch. Bereut habe ich die absolvierten Semester aber nicht. Nichts ist eine bessere Anleitung zum analytischen Denken, Konzipieren und Schreiben als die Jurisprudenz. Außerdem bin ich durch das Studium nach Köln gekommen, wo ich mich sehr wohl fühle.
Neben dem Studium habe ich immer gejobbt. Unter anderem bei großen Konzernen, wo ich mich mit dem sogenannten Sarbanes Oxley-Act (kurz: SOX) intensiv beschäftigt habe.

Ab 2009 war ich bei einer Firma, die Webseiten, die auf Flash-XML basierten, konzipierte und realisierte. Inhalte konnten über ein im Backend liegendes CMS angepasst werden. Die Flash-Seiten hatten eine ziemlich geile Visitenkartenfunktion.
In dem Zug bin ich dann über SEO gestolpert. Wie machst Du das mit XML?

SEO hat mich seitdem nicht mehr losgelassen – es gibt so viele interessante Aspekte, von reiner Technik bis zu den Onsite-Faktoren. Oft bringen Analyse und Konzeption fast zwangsläufig auch Ansätze für direkte Unternehmensberatung. Wir motivieren unsere Kunden, sich und ihr Angebot zu hinterfragen, denn nur wenn alles Hand in Hand läuft, funktioniert der Online-Vertrieb und die Webseite bringt neue Kunden.

3. Spannend, so hat jeder seine Geschichte. Jetzt hast Du ja ein spezielles Ranking nämlich “seo Köln” bei dem Du etwas ganz spezielles ausprobiert hast. Magst Du uns etwas darüber erzählen?

Klaro! Ich hatte relativ schnell erkannt, dass gutes SEO nicht nur mit Keyword Density zu tun hat. Beflügelt wurde ich dann durch das Seminar „All you can sell“ von Karl Kratz und die tollen Kontakte, die ich dort knüpfen konnte. Meine Überlegung war: Wie kann ich ein ständig vorhandenes System (nämlich meine Webseite) dazu nutzen, Kunden für mich zu gewinnen. Mir war klar, dass ich dazu Keywords, Inhalte und Technik brauchte.

Also habe ich lange überlegt, was eigentlich für Kunden interessant sein kann. Außerdem habe ich bei den ständigen SEO-Wettbewerben genau hingesehen, wie Google Dokumente gewichtet und was am Ende dabei herauskommt.

Ich habe mich für ein WDF-p-IDF-Experiment entschieden, in dem ich schlicht nachweisen wollte, wie man, „catchy“ formuliert, „linkless outrankt“ und ob der Claim von Karl stimmte. Mir war wichtig, zu zeigen, dass es geht, Kunden zu sagen: Guck her, ich kann es! Nimm Kontakt mit mir auf!
Das Experiment, wie der Begriff „SEO Köln“ nach oben gebracht wurde, wurde protokolliert und festgehalten. Zunächst habe ich die Websites der Wettbewerber analysiert und festgestellt: alle machen SEO, aber niemand sagt wie! Für mich war bald klar: ein Artikel – wie oben beschrieben – ist eine wunderbare vertrauensbildende Maßnahme. Ergo habe ich losgelegt.

Zu berichten gab’s im Grunde fast jede Woche etwas, ich habe mich dabei aber – soweit es ging – auf das Wesentliche beschränkt. Links habe ich nicht aktiv aufgebaut. Im Grunde ging es nur um Text und QDF.

4. WDF*IDF – ist das nicht alter Wein in neuen Schläuchen?

Nein, ist es nicht. Es ist zwar nur ein Rankingsignal unter vielen, aber eines, das es in sich hat. Es macht die Erstellung von Inhalten mit Anhaltspunkten der Dokumente im Index relativ einfach. Alles, was Du dann noch brauchst, ist eine gute Idee und bessere Ansätze und bessere Texte als Deine Konkurrenz.

Jede Suchmaschine, die wirklich „gute“ Suchergebnisse liefern will, muss gewissen Faktoren mit besonderem Interesse begegnen. „Gut“ sind die Ergebnisse vor allem dann, wenn sie qualitativ gecheckt werden und vor allem auch „neue Informationen“ prominent gelistet werden.

Wer viele Links anzieht, wird in den SERPs immer stärker. Die Reichen werden also „reicher“. Diesem Problem muss jeder Suchmaschinenanbieter irgendwie begegnen, denn er kann nicht zwingend davon ausgehen, dass Links auch immer gute Ergebnisse signalisieren.

Daher ziehen Suchmaschinen den Inhalt eines Dokuments heran und stellen die wesentlichen Fragen:

a) Bist Du Spam?
b) Bist Du holistisch?
c) Kannst Du Deinen thematischen Schwerpunkt beweisen?
d) Worum geht’s bei Dir überhaupt?

Diese Fragen stellt eine Suchmaschinen auf Dokumentenebene. Besonders wichtig ist das mit Blick auf die Menüführung, die nun mal so gar nichts mit SEO zu tun hat. Für die Termgewichtung in einem Dokument wird aber alles – wirklich alles – herangezogen, was im <body> steht. Und nicht nur die fünf Zeilen Text, die ich in meine <p>‘s schreibe.

WTF-IDÄFF ist eben eine schöne Möglichkeit herauszufinden, welche thematischen Nebenbegriffe zum Hauptkeyword relevant sind, wenn man die richtigen Werkzeuge an der Hand hat.

Außerdem ist die Formel interessant, wenn es darum geht, Inhalte zu erstellen, die wirklich ziehen. Auf meine kleine Rankingstudie will ich das nicht unbedingt beziehen. Hier stehen „SEO“ und „Suchmaschinenoptimierung“ und „Köln“ ziemlich ebenbürtig nebeneinander. Ob das ein „klares Termsignal“ ist, das unmissverständlich über einen Fokus spricht, kann man hier allerdings in Zweifel ziehen.

Darüber hinaus betrachte ich das Thema „Termgewichtung“ mittlerweile mit Vorsicht. Hast Du gute Links, bist Du nämlich auch cool. Also: Inhalte schreiben, die Dich cool machen, seeden und Links besorgen!

5. Hättest Du Lust die Formel einmal beim SEO-Stammtisch-Köln zu erklären?

Klar, nichts leichter als das.

6. Klasse! Ich danke Dir für das Interview und freue mich auf Deinen Vortrag. Habe ich noch etwas vergessen?

Ceterum censeo carthaginem esse delendam! Ich danke allen, die mich mit Feedback unterstützt haben und Karl Kratz, Sistrix und onpage.org. Ganz besonders auch dem Team des Manhattan-Tools und Fabian Brüssel, die ein Daily-Tracking als Joomla!-Modul für mich entwickelt haben, um den aktuellen Stand der Rankingentwicklungen auch im Artikel tagesaktuell zeigen zu können (API basiert)!

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