Google for Jobs Optimization: Die besten Mitarbeiter finden dank SEO

🦄 Google for Jobs Optimization: Die besten Mitarbeiter finden dank SEO

Recruiting wird SEO-Sache: Spätestens jetzt, wo Google for Jobs da ist. Google wurde über Nacht zum Marktführer im Stellensektor. Unternehmen können sich mit Suchmaschinenoptimierung einen Vorsprung im Wettbewerb um Mitarbeiter ausbauen. Und mit Google for Jobs haben wir nun eine neue Spielfigur in der Google-Suche, die Recruitment komplett verändern könnte. Janis Schmidt, Matthias Uhlig und Gidon Wagner haben Googles Job-Plattform getestet und geben Dir ein Briefing für Deine SEO-Strategie.

 

Die Universal Search: Googles Dauerbaustelle 🚧

Google for Jobs ist teil von Googles Universal Search. Das heißt: Mal erscheinen normale Suchergebnisse, dann Videos, dann mal eine Wissensbox – und jetzt eben auch Jobs. Die Universal Search ist mal Fluch, mal Segen – oft klaut die Suchmaschine damit Websites Traffic und zeigt die Daten einfach selbst an. Zum Beispiel im Knowledge-Graph. Wann wurde Berlin gegründet? Google sagt es Dir und zieht sich Daten von Websites, die oft ohne Klick ausgehen. Google for Jobs könnte Unternehmen mehr helfen als schaden. Nicht nur, weil mehr Bewerber auf die Jobs aufmerksam werden. Websites können Ihre Job-Inhalte im Content Management System auszeichnen und dadurch auch an Sichtbarkeit gewinnen.

 

📺 Video-Test von Google for Jobs:

 

Nutze Google for Jobs als Tool für Reputation

Für Reputation war die Universal Search schon früher gut: In den Jahren 2012 und 2013 zeigte Google die Fotos und Namen von Autoren seiner Suchergebnisse an. Mit dem schleichenden Niedergang von Google Plus als soziales Netzwerk verschwanden die Autoren-Infos wieder. Aber Google optimiert ständig, um die Search Experience der Nutzer zu verbessern. Bei Shopping- oder Hotel-Angeboten etwa mit ernsthafter zusätzlicher Geschäftsabsicht durch Provisionen. Bei Job-Angeboten wohl wirklich nur, um die Sucherfahrung der Nutzer zu verbessern.

Die Universal Search ist eine Erfolgsgeschichte. Schnelle Antworten auf einfache Fragen liefert Google schon lange; nicht nur Fakten, Rezepte oder das Wetter. Auch Bilder, Videos, Shopping-Angebote, Maps, Flüge, Hotels; alles klemmt Google gerne über und in seine Suchergebnislisten. Alles, was dem Nutzer hilft. Und jetzt auch die Jobs:

 

Diese Vorteile verspricht der Google Jobs Launch für Unternehmen:

  • ✅Du kommst mit Deinen Job-Ausschreibungen samt Logo, Rezensionen und Bewertungen Deiner Mitarbeiter in die Suchergebnisse. Das ist verdammt cool: kostenlose Branding-Chancen für Deine Marke.
  • ✅Du ziehst die Aufmerksamkeit der passenden Bewerber auf Dich: Interessenten können nach wichtigen Kriterien wie Standort, Stellenbezeichnung und Art der Beschäftigung suchen: Von Praktikant über Vollzeit bis Auftragnehmer. Google for Jobs könnte auch eine Anlaufstelle für Freiberufler auf der Suche nach Aufträgen werden.
  • ✅Das Wichtigste: Mehr Jobsuchende finden Dich, Google verspricht höhere Conversion-Chancen für Firmen. Ganz so paradiesisch ist das mit Google for Jobs aber nicht, finden wir: Der Wettbewerb um Stellen bei Google wird höher, weil Unternehmen viel mehr Optimierungsmöglichkeiten bei der Distribution Ihrer Job-Ausschreibungen haben. Gleichzeitig gewinnen die oberen Positionen der Suchergebnisse noch mehr Gewicht, die unteren werden noch unwichtiger. Die großen Portale und Marken werden gewinnen. Deine Chance: Gutes SEO machen für Deine Jobs.

Google for Jobs Schema für Deine Homepage

Ob Google Deine Jobs gut sichtbar einbindet, hat wenig mit Content zu tun, mehr mit der richtigen technischen Markierung der bestehenden Job-Angebote und mit der Relevanz Deiner Domain. Details sind wie immer Googles Privatsache und wir können nur beobachten. Wenn wir unsere Job-Inhalte markieren, reden wir von Auszeichnungen. So eine Auszeichnung eines Job-Angebots machst Du im HTML-Code.

 

Beispiele für ein Google Jobs Markup Schema

Den Namen des Arbeitgebers zeichnest Du zum Beispiel so aus:

Den Einsatzort des Bewerbers so:

 

 

In der Praxis sieht das so aus:

💡 Google zeigt Dir, wie Du Stellenanzeigen richtig auszeichnest

Die offizielle Dokumentation für Google for Jobs zeigt, wie Du Deine Job-Angebote richtig ausziechnest. Du findest Sie hier: https://developers.google.com/search/docs/data-types/job-posting?hl=de – noch mehr Details findest Du auf https://schema.org/JobPosting – schema.org ist die zentrale Anlaufstelle für strukturierte Daten im Netz.

 

🎸Google for Jobs mit WordPress Plugin erobern

Für WordPress gibt es ein Plugin, mit dem die Auszeichnungen im HTML einfach klappen. Damit musst Du nur noch gewissenhaft Deine Job-Daten pflegen im WordPress. Hier gibt’s mehr Infos über das Plugin: https://wollmilchsau.de/personalmarketing/google-for-jobs-kostenloses-wordpress-plugin-fuer-eure-karriere-webseite/

Daten richtig auszeichnen lohnt sich: Wer mit Logo bei Google for Jobs steht, fällt auf.

 

🚀 Google Jobs fürs Marketing nutzen und besser ranken

Mach nicht das Mindeste, sondern strukturiere Deine Daten mit den Schema.org-Auszeichnungen sorgfältig und vollständig. Sorge außerdem für korrekte Indexierung Deiner Seiten. Dafür ist die Search Console Pflicht und Du musst Deine Auszeichnungen wie aus dem Google-Lehrbuch machen. Sonst geht Dein Logo unterwegs zum Beispiel verloren oder Dein Job-Inserat hat nicht alle Daten drinnen und rutscht dem Nutzer unbemerkt durch die Finger, während er seine Filter-Einstellungen macht. Wenn zum Beispiel die Location nicht stimmt, bist Du in der Umkreis-Einstellung Deiner Nutzer nicht mehr im Such-Raster. Wenn Dein Logo nicht sichtbar ist, fallen Deine Anzeigen weniger auf.

Jetzt im Experten-Interview mehr über Google for Jobs erfahren

 

⚠️ Google for Jobs macht Portalen und Websites keine Konkurrenz

Anders als bei Reisen, Flügen oder Hotels, macht Google Job-Portalen und Arbeitgeber-Seiten mit seinen Jobs keine Konkurrenz. Das heißt: Während Google für einen Flug nach Berlin sein eigenes Portal anzeigt – www.google.com/flights – lotst die Suchmaschine Jobsuchende nicht auf ein eigenes Angebot. Google zeigt stattdessen die Quellen der Jobs an und mit zwei Klicks kommt der Suchende auf die Quelle des Inserats.

 

Google bindet Jobs dynamisch ein

Wo Google for Jobs in den Suchergebnissen erscheint, hängt offenbar von den Google Ads ab. Auffällig ist aber, dass ausschließlich Google Anzeigen über den Job-Inseraten auftauchen, keine organischen Suchergebnisse wie etwa bei Videos oder Maps. Priorität haben also bei Job-Suchanfragen die bezahlten Anzeigen, dann kommt Google for Jobs und erst dann erscheinen die restlichen Suchergebnisse:

 

So erscheint Google for Jobs mobil:

 

So erscheint Google for Jobs auf dem Desktop:

Google for Jobs braucht gutes SEO!

Eine Chance für Unternehmen und Job-Portale, mehr Traffic auf die eigene Website zu holen und bei Bewerbern die eigene Marke zu platzieren. Aber wie oben erwähnt: Der Wettbewerb um Sichtbarkeit in den Jobs könnte jetzt härter werden, weil Unternehmen viel besser optimieren können und die oberen Ergebnisse an Gewicht gewinnen. Experten gewinnen. Andererseits können Firmen ihre Inserate viel genauer in Google aussteuern, was mehr passende Bewerber bringen könnte.

 

Google Jobs als neue Chance für mehr Traffic dank fremden Inhalten?

Nischenseiten haben es oft leichter, und vielleicht ist Google Jobs eine Chance für Dich, Traffic abzuholen, an den Du sonst nicht kommen würdest. Wie Job-Portale auch, könntest Du etwa die Job-Anbieter anschreiben und passende Jobs auf Deiner eigenen Website einbinden. So könntest Du Job-Traffic auf Deine Seite holen und Dich zum Beispiel auf Berufe aus der Digital-Branche in Berlin spezialisieren. Eine schönere Integration Deiner Domain in den Suchergebnissen kannst Du fast nicht bekommen, als in den Jobs-Suchergebnissen.

 

🤔 Verändert Google die Art, wie wir nach Jobs suchen?

Fast sicher ist, dass mehr Nutzer Google direkt für ihre Suche nach Jobs benutzen werden. Es ist also denkbar, dass der direkte Traffic auf Job-Portale etwas abnimmt. Die können den Verlust wieder gut machen, indem sie ordentlich optimieren und ihre Ergebnisse bei Jobs for Google reinbringen. Dort konkurrieren sie aber mit mehr anderen Websites. Arbeitgeber könnten in Einzelfällen um Job-Suchmaschinen rumkommen, wenn Sie in Google for Jobs gute Positionen haben. Ob Du Dich als Job-Anbieter aber auf Dein organisches Ranking bei den Jobs verlassen solltest, ist fraglich – immerhin drängt die Zeit bei Stellenausschreibungen oft und verspielte Chancen sind verspieltes Wachstum, wenn es um neue, talentierte und motivierte Kollegen geht.

✅ Bonus-Checkliste: So machst Du Deine Website fit für Google Jobs

 

Du hast eine tolle Stellenanzeige geschrieben. Doch damit die Anzeige bei Google for Jobs erscheint, musst Du nach den Regeln der Suchmaschine spielen. Wir haben diese Regeln in einer Checkliste zusammengefasst.

Schritt 1: Eine Job-Detailseite für jede offene Stelle

 

Um Usern relevante Suchergebnisse zu zeigen, präsentiert Google Stellenanzeigen inklusive Entfernung und Fahrzeit zum Arbeitgeber. Daher sind folgende Punkte wichtig:

 

  • Jede offene Stelle an jedem Standort muss eine eigene Job-Detailseite (URL) bekommen – vermeide Anzeigen, die mehrere Standorte zusammenfassen.
  • Firewalls und robots.txt-Dateien müssen aus der Job-Seite entfernt sein, damit der Googlebot sie crawlen kann.
  • Die Ladeeinstellungen des Website-Hosts müssen häufige Crawls zulassen.

Schritt 2: Ein Daten-Markup für jedes Stellenangebot

 

Google möchte Job-Informationen im Web identifizieren, klassifizieren und aufbereiten. Dafür arbeitet die Suchmaschine mit strukturierten Daten-Markups im HTML-Code der Webseiten. Es ist wichtig, dass jedes Stellenangebot über ein entsprechendes Markup verfügt. Du musst dabei sicherstellen, dass jeder Job-Seitentyp auf JobPosting eingestellt ist und das schema.org-Markup verwendet.

Zu den Pflichtangaben zählen:

  • Das Datum, an dem Du die Stellenausschreibungen gepostet hast.
  • Eine vollständige Beschreibung der Stelle (inklusive Aufgaben sowie erwartete Qualifikationen und Fähigkeiten).
  • Der Name der Firma, allerdings ohne Adresse des Standorts (Beispiel: „Starbucks Inc.“ und nicht „Starbucks an der Hauptstraße).
  • Die Adresse des Standorts, an dem der Mitarbeiter arbeiten wird.
  • Die Berufsbezeichnung.
  • Das Datum, an dem die Stellenausschreibung ausläuft (falls es kein Auslaufdatum gibt, kannst Du diesen Punkt weglassen).

Diese Angaben verbessern außerdem Deine Präsenz im Ranking:

  • Angaben zur Bezahlung (Basisgehalt oder eine Gehaltsspanne. Du kannst zudem Abrechnungseinheiten angeben – etwa eine Abrechnung nach Wochen oder Stunden).
  • Die Beschäftigungsart der Stelle (Vollzeit, Teilzeit, befristet).
  • Eine Identifikationsnummer für den Auftrag.

Schritt 3: Aktualisiere täglich die XML-Sitemaps

 

Google liebt es, über Änderungen auf dem Laufenden gehalten zu werden. Um die gute Reputation Deiner Website aufrechtzuhalten, solltest Du daher regelmäßig die XML-Sitemaps aktualisieren.

  • Aktualisiere XML-Sitemaps mindestens ein Mal pro Tag.
  • Per <lastmod> informierst Du Google über das letzte Aktualisierungsdatum der URL.
  • Entferne Suchergebnisse, Listen und andere dynamische Seiten aus der Sitemap.
  • Entferne Beiträge, die abgelaufen oder nicht länger verfügbar sind.

SEO wird noch wichtiger beim Recruiting. Happy hiring!

Jetzt im Experten-Interview mehr über Google for Jobs erfahren

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Janis Schmidt & Gidon Wagner & Matthias Uhlig

Janis Schmidt, der Gründer des Performance Marketing Institut und Vertriebsstratege hat sich zum Ziel Gesetz,
dem Mittelstand zu helfen erfolgreich die Potenziale der Digitalisierung zu heben.
Dafür recherchiert er und sein Team auch mithilfe externen Experten stets
nach neuen Möglichkeiten, die durch den Fortschritt in der Digitalisierung entstehen und wenden diese innerhalb eines von ihnen patentiertes Konzept auf die individuellen Wünsche und Erfolgsziele Ihrer Kunden an.

Gidon Wagner leitet das SEO-DAY-Magazin. Er ist Geschäftsführer der WORTLIGA GmbH, einer führenden Text-Agentur für Online Marketing-Teams. Das Unternehmen betreibt die WORTLIGA Textanalyse, mit der Autoren kostenlos Texte auf Lesbarkeit, guten Stil und Verständlichkeit optimieren.

Schon mit 18 hat Matthias Uhlig die ersten Gehversuche als Webdesigner gemacht. Ohne CSS und mit reinem HTML fing er an, Webseiten zu designen. Zehn Jahre später 2009 erhielt er die Chance, hauptberuflich ins Online Marketing einzusteigen.
Er erlernte zunächst bei einem digitalen Gesundheitsverlag (Curado GmbH) das SEO Handwerk.
Seit 2013 berät er als Selbstständiger Kunden sowohl im Bereich SEA / SEM als auch Wordpress, Affliate Marketing, Onlinemarketing Strategie, Dialogmarketing, Performance Marketing und Crossmediale Kampagnen.
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