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Ulm: Sicherheitspartnerschaft gegen Drogenszene
In Ulm verstärken Polizeipräsidium, Stadtverwaltung und Bundespolizei ihre Zusammenarbeit für mehr Sicherheit in der Innenstadt. Hintergrund ist die Lage an bekannten Treff- und Sammelplätzen der Betäubungsmittel- und Trinkerszene: Dort hat sich die Kriminalität zuletzt verbessert, dennoch wollen die Behörden das Sicherheitsgefühl weiter stärken und zusätzliche Maßnahmen prüfen sowie umsetzen.<\/p>
Verbesserte Lage an Brennpunkten<\/h2>
An den in der Stadt bekannten Orten, an denen sich Nutzer illegaler Drogen und stark alkoholisierter Personen häufen, ist die polizeiliche Wahrnehmung einer positiven Entwicklung. Eine frühere Pressemitteilung der Sicherheitsbehörden hatte bereits auf Fortschritte hingewiesen. Gleichwohl bleibt der Bereich im Fokus der Prävention, weil öffentliche Räume, Passanten und Anwohnerinnen und Anwohner unmittelbar von Störungen, Drogenhandel in kleinerem Maßstab und begleitenden Delikten betroffen sein können.<\/p>
Das Polizeipräsidium Ulm arbeitet dafür eng mit dem Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt, der Bundespolizei und der DB-Sicherheit zusammen. Ziel ist nicht nur die reine Deliktsbekämpfung, sondern auch eine sichtbare Präsenz, die die Innenstadt als lebenswerten Ort für Geschäfte, Gastronomie und Kultur erhält. Die erweiterte Sicherheitspartnerschaft soll genau diese Verzahnung zwischen Ordnungsbehörden, Schienenpolizei und Bahn-Sicherheitsdiensten vertiefen.<\/p>
Oberbürgermeister und Polizeiführung betonen Präsenz<\/h2>
Oberbürgermeister Martin Ansbacher wies darauf hin, dass Sicherheit die Grundlage für eine attraktive und lebendige Innenstadt sei. Mit den Partnern werde die Präsenz, Zusammenarbeit und Vernetzung weiter gestärkt, damit sich Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sicher fühlen könnten. Polizeivizepräsident Askin Bingöl ergänzte, flankierend zu bereits länger laufenden Kontrollen, dem Einsatz der Mobilen Wache und Präventionsständen in der Innenstadt seien die neuen gemeinsamen Fußstreifen ein weiterer Baustein, damit die Bevölkerung sicher sei und sich auch sicher fühle.<\/p>
Gemeinsame Fußstreifen in der Sommersaison<\/h2>
In den Sommermonaten führt das Polizeipräsidium Ulm gemeinsam mit den Partnern, wie bereits seit Anfang Mai, Fußstreifen durch. Dabei werden unter anderem die Bereiche zwischen Bahnhofstraße, Lederhof, Bahnhofsvorplatz und Sedelhöfen bestreift. Auch der Bahnhofsteg und die Gleisanlagen gehören zum Streifengebiet. Diese Orte gelten als neuralgische Punkte, an denen sich die Betäubungsmittel- und Trinkerszene traditionell aufhält und an denen Passanten sowie Reisende besonders häufig unterwegs sind.<\/p>
Schwerpunkte der Streifen liegen abends zu den hochfrequentierten Uhrzeiten sowie an Wochenenden. In diesen Zeiten steigt das Aufkommen an Besucherinnen und Besuchern in der Innenstadt und am Ulmer Hauptbahnhof, während gleichzeitig das Risiko von Konflikten, offenem Konsum oder begleitenden Straftaten steigen kann. Die gemeinsame Präsenz mehrerer Behörden soll deshalb nicht nur abschreckend wirken, sondern auch schnellere Reaktionen auf Ordnungsstörungen und Hinweise auf Drogenkriminalität ermöglichen.<\/p>
Kooperation am Hauptbahnhof<\/h3>
Polizeioberrat Matthias Kroll, Leiter der Bundespolizeiinspektion Stuttgart, betonte das koordinierte Vorgehen aller Sicherheitspartner. Durch die Abstimmung ließen sich Synergien optimal nutzen. Insbesondere die gemeinsamen Streifen von Bundes- und Landespolizei im Rahmen der Sicherheitskooperation Baden-Württemberg würden einen effektiven Beitrag zur Gewährleistung der Sicherheit im Hauptbahnhof Ulm und dessen Umfeld leisten. Der Bahnhof als Verkehrsknoten verbindet regionale und überregionale Zugverbindungen und ist damit ein zentraler Ort sowohl für die allgemeine Kriminalitätsprävention als auch für die Bekämpfung von Drogenhandel und Begleitdelikten im Umfeld des Schienenverkehrs.<\/p>
Bestehende Maßnahmen und neue Bausteine<\/h2>
Die jetzt ausgebaute Partnerschaft setzt auf bereits etablierte Instrumente auf. Kontrollmaßnahmen, die Mobile Wache und feste Präventionsstände in der Innenstadt waren zuvor Teil des Konzepts. Die erweiterten Fußstreifen ergänzen diese Elemente um eine direkte, sichtbare Präsenz zu Stoßzeiten. Für Händler, Anwohner und Besucher soll dadurch erkennbar werden, dass die Behörden die Problemlagen an der Betäubungsmittel- und Trinkerszene nicht nur statistisch verfolgen, sondern aktiv im öffentlichen Raum ansprechen.<\/p>
Aus Sicht der Stadtverwaltung und der Polizei ist die Kombination aus Ordnungsamt, Landespolizei, Bundespolizei und Bahn-Sicherheit entscheidend, weil Zuständigkeiten und Deliktsformen an den genannten Orten überlappen. Während das Kommunale Ordnungsamt etwa bei Ruhestörungen oder Verstößen gegen kommunale Vorschriften eingreifen kann, liegen schwerere Straftaten im Bereich der Polizei. Die Bundespolizei ist am Bahnhof und auf den Gleisen besonders präsent. Die DB-Sicherheit ergänzt das Geflecht um bahnspezifische Aspekte.<\/p>
Die Pressemitteilung macht deutlich, dass die Maßnahmen auch dann weitergeführt werden, wenn sich die Lage an den Brennpunkten bereits gebessert hat. Die Behörden wollen vermeiden, dass kurzfristige Erfolge zu Nachlässigkeit führen. Gerade im Umfeld von Drogenkriminalität und offenem Konsum kann sich die Situation schnell wieder verschärfen, wenn Präsenz und Kooperation nachlassen. Die erweiterte Sicherheitspartnerschaft ist daher als dauerhafte Verstärkung der Innenstadtstrategie zu verstehen, nicht als einmalige Aktion.<\/p>
Räume zwischen Bahnhof und Innenstadt<\/h2>
Die genannten Orte bilden ein zusammenhängendes Band vom Bahnhofsvorplatz über die Bahnhofstraße bis in die Sedelhöfen und den Lederhof. In diesem Korridor pendeln täglich Pendlerinnen und Pendler, Touristen und Einzelhandelskunden. Gleichzeitig nutzen Gruppen aus der Betäubungsmittel- und Trinkerszene die öffentlichen Plätze als Treffpunkte. Polizei und Stadt sprechen deshalb von einem gemeinsamen Verantwortungsbereich, in dem Prävention und schnelle Reaktion Hand in Hand gehen müssen.<\/p>
Die Fußstreifen sollen Beamte und Ordnungskräfte frühzeitig ansprechbar machen. Bürgerinnen und Bürger können Hinweise geben, wenn sie offenen Drogenkonsum, aggressive Situationen oder Verstöße gegen die Hausordnung im Bahnhofsbereich wahrnehmen. Durch die gleichzeitige Anwesenheit mehrerer Partner entfällt häufig das Hin- und Herschieben von Zuständigkeiten, das in der Vergangenheit Zeit gekostet haben kann.<\/p>
- Erweiterte Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizeipräsidium Ulm, Stadt Ulm und Bundespolizei<\/li>
- Gemeinsame Fußstreifen an Brennpunkten der Betäubungsmittel- und Trinkerszene seit Mai<\/li>
- Schwerpunkte abends und an Wochenenden in Bahnhofstraße, Lederhof, Sedelhöfen und am Gleisbereich<\/li>
- Koordinierte Streifen im Rahmen der Sicherheitskooperation Baden-Württemberg am Hbf Ulm<\/li><\/ul>
Rückfragen zu den Maßnahmen richten sich an die Pressestellen des Polizeipräsidiums Ulm und der Bundespolizeiinspektion Stuttgart. Die genannten Ansprechpartner stehen für Medien und die Öffentlichkeit zur Verfügung. Inhaltlich steht im Vordergrund, dass Ulm seine Innenstadt und den Hauptbahnhofsbereich gemeinsam mit mehreren Partnern gegen die Folgen der Betäubungsmittel- und Trinkerszene absichern will – mit sichtbarer Präsenz, abgestimmten Streifen und dem Anspruch, dass sich Menschen im öffentlichen Raum sicher bewegen können.<\/p>