1. Hallo Ronny, magst Du Dich einmal vorstellen? Wer bist Du und was machst Du?

Moin Fabian. An der Begrüßung dürfte die Frage nach dem “Wo” geklärt sein, oder? 😉 Ich lebe seit gut einem Jahr in der schönen Hansestadt Hamburg, wohne aber schon fast mein ganzes Leben an der Küste. Und hier habe ich auch studiert und mein “Handwerk” gelernt. Nach ein paar Gehversuchen an der Uni bin ich schlussendlich bei meiner wahren Passion gelandet: Kommunikation und Design.

Bereits vor dem Studium habe ich mich als Webdesigner selbstständig gemacht und meinen eigenen, kleinen Kundenstamm aufgebaut. Von kleinen Logos, Onlineshops über Corporate Designs bis hin zu ganzen Kampagnen für Startups und mittelständische Unternehmen hab ich fast jeden Job gemacht und eine Menge gelernt. Nach dem Studium war ich einige Zeit als Kreativ-Projektleiter und dann als Art Director im E-Commerce tätig und habe dabei auch mit Brands wie Adidas und Nike zusammengearbeitet. Nun bin ich seit gut einem Jahr in Hamburg als E-Commerce Berater für eine großes Consulting-Haus unterwegs und arbeite viel mit Großkonzernen zusammen, entwickle Konzepte und gebe Schulungen für Mitarbeiter und Kunden.

2. Wie bist Du zum Thema SEO gekommen? Was war Dein weg?

Weil ich mein teures Studium an einer Privatakademie selbst bezahlen wollte, habe ich einige kleine Jobs gemacht, um später nicht mit einem großen Berg von Schulden da zustehen. So habe ich unteranderem auch viel für Textbroker geschrieben und mich immer schon gewundert, warum zum Teufel man auf eine bestimmte prozentuale Anzahl von Keywords im Text achten sollte. Als ich dann später einen kleinen Online-Medienratgeber startete und ihn bei Google gut platziert haben wollte, musste ich mich zwangsläufig auch mit dem Thema SEO beschäftigen. Und plötzlich habe ich die Auftraggeber bei Textbroker verstanden und erkannt: “Hey, wenn du Inhalte auf eine bestimmte Weise aufbaust, verbesserst du dein Ranking bei Google.” Natürlich habe ich anfangs auch eine Menge Fehler gemacht und durch kleinere Experimente meine Rankings komplett wieder zerstört. Aber es war einfach super spannend zu sehen, wie Google arbeitet und was man tun muss, um seine Website “sichtbarer” zu machen. Das coole war eben die Kombination an Fertigkeiten, die ich mir über die Jahre aufgebaut hatte: Konzeption, Design, ein bisschen Programmierung und SEO – die perfekte Grundlage für das Web-Business eben.

3. Jetzt arbeitest Du bei OnpageDoc. Sind die Gründer noch an Board? Ich habe Änderungen im Impressum gesehen.

Und das hast du auch vollkommen richtig gesehen. Ja, es gab Veränderungen, über die wir bei OnpageDoc auch offen sprechen. Transparenz und Ehrlichkeit sind doch gerade in unserer Branche enorm wichtig und so kann man auch ehrlich sagen, dass Alexander Unsöld das Unternehmen Ende letzten Jahres verlassen hat. Ihm ist es mit zu verdanken, dass OnpageDoc heute zu einem der beliebtesten SEO-Tools Deutschlands gehört (Platz 3 bei den SEO-united.de Wahlen 2014) und das nach nicht mal einem Jahr seit der Gründung. Er hat viel Herzblut, Kreativität und finanzielle Mittel in das Projekt gesteckt und das Tool maßgeblich geprägt. So war es eben auch möglich, OnpageDoc ohne Investoren und nur mit eigenen Mitteln aufzubauen. Schließlich hat das Tool seit dem ersten Tag zahlende Kunden, die sämtliche laufenden Kosten decken und eine stetige Weiterentwicklung ermöglichen. Es gibt aber unterschiedliche Unternehmer-Strategien: die einen bleiben lange Zeit bei dem, was sie gegründet haben und einige brauchen zeitnah wieder neue Herausforderungen. Und Alex zählt zur zweiten Kategorie und das ist auch vollkommen OK. So haben sich beide Seiten letztes Jahr dazu entschieden, wichtige ToDos zusammen zu beenden und dann einen klaren Schlussstrich zu ziehen und freundschaftlich auseinanderzugehen. Ich finde es auf jeden Fall genial, was Alex mit dem OnpageDoc auf die Beine gestellt hat und bin sehr froh, daran teilhaben zu dürfen.

4. Wer ist Eure Zielgruppe? Einsteiger oder Experten? Oder beides?

Man kann das ein bisschen aufteilen: einerseits ist OnpageDoc in der Enterprise und Business Variante ein echt cooles Tool für Agenturen und mit seinen umfangreichen Features absolut experten-tauglich. Anderseits ist die Oberfläche super übersichtlich gestaltet und jede Funktion verständlich und detailliert erklärt. Dadurch finden sich auch schnell SEO-Einsteiger zu recht und können ihre Website nach kurzer Zeit eigenständig und ohne Profiwissen analysieren und optimieren. Das ist eben das Praktische an dem Tool: eine schicke und verständliche GUI plus detaillierte Analysen – das muss sich keineswegs widersprechen. Das klingt jetzt vielleicht nach Eigenwerbung: aber auch ich nutze OnpageDoc sehr aktiv, um meine Projekte zu analysieren. Klar kombiniere ich das auch mit anderen Tools wie Xovi oder MajesticSEO aber OPD ist für mich zum festen Bestandteil meiner täglichen SEO-Arbeit geworden – nicht weil ich es nutzen muss, sondern weil ich von der Qualität ehrlich überzeugt bin.

5. Darfst Du schon etwas verraten in welche Richtung die nächsten Funktionen gehen werden?

Na klar, unsere Kunden sollen sich doch ebenso auf die neuen Features freuen. Die grundsätzliche Strategie von OnpageDoc wird sich mehr in Richtung ToDo-Tool entwickeln. Soll heißen: die analysierten Werte und Zahlen werden künftig noch besser erklärt und interpretiert. Der Vorteil: wir zeigen dem Kunden gezielt an, wo es brennt und was genau er als nächstes tun muss, damit er seine Seite optimieren, Rankings retten und Problemen vorbeugen kann. Auf Fehler hinzuweisen ist das eine, aber eine klare Handlungsempfehlung auszusprechen und damit dem Kunden direkt zu unterstützen etwas ganz anderes. Der OnpageDoc ist schon heute bei seinen Kunden dafür beliebt, dass das Tool sehr einfach zu bedienen ist und genau darauf wollen wir aufbauen.

Für alle, die jetzt zwar genau wissen, was sie SEO-technisch tun müssen, aber vielleicht nicht über das Know-How oder die Zeit verfügen, um Optimierungen selbst anzugehen, bieten wir schon heute exzellente Partner an, die unsere Kunden direkt unterstützen können. Ob ein ausgezeichneter Agentur-Service oder eine SEO-Telefon-Flatrate: die ersten Feedback unserer Kunden haben gezeigt, dass wir hier den richtigen Weg eingeschlagen haben. Zukünftig wollen wir weiter auf Partner-Services setzen und diese ausbauen, weil eben viele unserer Kunden eine qualifizierte Vorauswahl sehr schätzen und sich damit eine mühsame Suche ersparen.

Ein wichtiges Feature, was derzeit gerade entwickelt wird, ist der SEO-Schnellcheck: URL eingeben und sofort die wichtigsten SEO-Daten zu einer Website abrufen. OnpageDoc wird zwar weiterhin ein projektbezogenes Tool bleiben, aber wir wollen mit dem Schnellcheck gerade auch Agenturen ermöglichen, ohne viel Aufwand sofort wichtige Analyse-Daten abzurufen und damit potentielle Kunden für sich zu gewinnen.

Außerdem werden wir uns sehr genau anschauen, welche Änderungen Google dieses Jahr an seinem Algorithmus vornimmt und unser Tool entsprechend darauf anpassen. Abseits des Tools werden wir weiterhin auf hochinformative und lehrreiche Beiträge in unserem Blog setzen. Wir haben bereits letztes Jahr damit begonnen, sehr viele nützliche Informationen aufzubereiten, worauf man bei der Weboptimierung achten sollte und werden auch dieses Jahre eine Menge nützliche Tipps und praktische Hinweise bereitstellen.

Vielen Dank Fabian für die Gelegenheit zu diesem Interview und auch dir natürlich ein erfolgreiches (SEO-) Jahr 2015!

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