Microsoft Ads: Neue PMax-Experimente
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Microsoft Ads: Neue PMax-Experimente

Erfasst am 30.06.2026

Microsoft erweitert die Testmöglichkeiten für Performance-Max-Kampagnen in Microsoft Advertising deutlich. Werbende erhalten zwei neue Experimenttypen, mit denen sich Änderungen an automatisierten Kampagnen kontrolliert prüfen und der inkrementelle Effekt messen lässt – ohne die laufende Performance der Live-Kampagnen zu gefährden. Für Teams, die Performance Max neben Google Ads oder als zentralen Akquisitionskanal einsetzen, schließt Microsoft damit eine wichtige Lücke in der Plattform.

Performance Max gehört zu den am stärksten automatisierten Kampagnenformaten im Paid Search. Algorithmen steuern Gebote, Zielgruppen und Platzierungen über mehrere Inventarquellen hinweg. Genau diese Automatisierung erschwert es, einzelne Anpassungen sauber zu bewerten. Ohne dedizierte Experimente bleiben viele Optimierungen reine Vermutungen: Steigt der Umsatz wegen einer neuen Asset-Gruppe, einer geänderten Ziel-CPA-Strategie oder einfach wegen saisonaler Nachfrage? Microsoft adressiert dieses Problem nun gezielt mit strukturierten Testframeworks direkt in der Ads-Oberfläche.

Zwei neue Experimenttypen im Überblick

Das Update bringt zwei klar getrennte Formate, die unterschiedliche Fragestellungen beantworten. Uplift-Experimente messen den inkrementellen Mehrwert einer Performance-Max-Kampagne gegenüber einer Kontrollgruppe. Upgrade-Experimente vergleichen eine bestehende Kampagne mit einer überarbeiteten Performance-Max-Version, bevor Änderungen vollständig ausgerollt werden. Beide Ansätze sind für berechtigte Konten unter Campaigns > Experiments verfügbar.

  • Uplift-Experimente: Sie zeigen, welchen zusätzlichen Effekt Performance Max gegenüber einem definierten Kontrollsetup erzielt – etwa bei Fragen zur Budgetrechtfertigung oder Kanalbewertung.
  • Upgrade-Experimente: Sie ermöglichen einen direkten Vergleich zwischen einer laufenden Kampagne und einer optimierten Variante, etwa nach Asset-Updates, Zielanpassungen oder Feed-Änderungen.

Warum das für Advertiser relevant ist

Bislang waren Experimente in Microsoft Ads auf Suchkampagnen beschränkt. Wer Performance Max als zentrales Format nutzte, musste Änderungen oft direkt in der Live-Kampagne testen oder auf externe Analysen ausweichen. Das erhöht Risiko und erschwert kausale Aussagen. Mit der Ausweitung auf Performance Max erhalten Advertiser einen kontrollierteren Weg, um Kampagnenanpassungen zu validieren, Performance zu optimieren und Budgetentscheidungen datenbasiert zu treffen, bevor sie größere Mittel binden.

Gerade in automatisierten Formaten ist Inkrementalität ein wiederkehrendes Thema. Plattformen melden starke Conversions, doch ohne saubere Kontrollgruppen bleibt unklar, welcher Anteil wirklich durch Paid Media entsteht. Uplift-Tests helfen, diesen Unterschied sichtbar zu machen und interne Diskussionen über Kanalwert oder Budgetverschiebungen mit belastbareren Daten zu führen. Für Agenturen und Inhouse-Teams, die Performance Max in Quartalsreviews oder Budgetplanungen verteidigen müssen, ist das ein relevanter Fortschritt gegenüber reinen Before-After-Vergleichen im Live-Account.

Umbenennung bestehender Such-Experimente

Parallel zur Erweiterung hat Microsoft das bisherige Experiment-Angebot für Suchkampagnen umbenannt. Es heißt nun Search optimization experiments und ist damit klar von den neuen Performance-Max-Testmöglichkeiten getrennt. Die Differenzierung spiegelt einen breiteren Plattformansatz wider: Microsoft will Advertisern ausgefeiltere Optimierungswerkzeuge über automatisierte Kampagnenformate hinweg bereitstellen und die Experimentlandschaft übersichtlicher strukturieren.

Uplift-Experimente im Detail

Uplift-Experimente richten sich an Teams, die den marginalen Beitrag von Performance Max quantifizieren wollen. Typische Anwendungsfälle sind Budgetfreigaben, Kanalvergleiche mit anderen Paid-Media-Investitionen oder die Frage, ob eine Kampagne überhaupt inkrementellen Umsatz liefert. Die Kontrollgruppe bildet den Referenzrahmen; Abweichungen in Conversions, Umsatz oder Cost per Acquisition lassen sich strukturiert auswerten. Für Account Manager bedeutet das weniger Blindflug bei automatisierten Setups.

Upgrade-Experimente im Detail

Upgrade-Experimente eignen sich, wenn bereits eine laufende Performance-Max-Kampagne existiert und eine verbesserte Variante getestet werden soll. Statt eine produktive Kampagne direkt umzubauen, lässt sich die neue Version parallel fahren und mit der bestehenden messen. Das reduziert Performance-Risiken bei größeren Umbauten – etwa nach Feed-Optimierungen, neuen Creatives, geänderten Ziel-CPA-Werten oder Anpassungen der Conversion-Ziele. Erst wenn die Testvariante überzeugt, erfolgt der vollständige Rollout.

ExperimenttypZentrale FrageTypischer Einsatz
UpliftWelchen Mehrwert liefert Performance Max?Inkrementalität und Budgetrechtfertigung
UpgradeIst die neue Variante besser als die bestehende?Sichere Einführung von Kampagnenänderungen
Search optimizationWie wirken Anpassungen in Suchkampagnen?Klassische Search-Tests, getrennt von PMax

Praxisempfehlungen für Microsoft-Ads-Teams

Wer die neuen Funktionen nutzen will, sollte zunächst prüfen, ob das Konto für Experimente freigeschaltet ist. Anschließend lohnt es sich, klare Hypothesen zu formulieren: Geht es um Inkrementalität oder um den Vergleich zweier Kampagnenstände? Upgrade-Tests eignen sich für operative Optimierungen, Uplift-Tests für strategische Budget- und Kanalfragen. Laufzeiten und Budgetanteile sollten groß genug sein, damit Algorithmen und Conversion-Daten aussagekräftige Signale liefern. In der Praxis empfiehlt sich außerdem, nur eine zentrale Variable pro Test zu verändern, damit Ergebnisse eindeutig interpretierbar bleiben.

Microsoft positioniert die Erweiterung im Kontext eines breiteren Optimierungsangebots für automatisierte Kampagnen. Während Google Ads seit Längerem umfangreiche Test- und Reporting-Optionen für Performance Max bereitstellt, holen Advertiser auf der Microsoft-Seite nun nach. Für multikanalige Setups bedeutet das mehr Vergleichbarkeit bei der Bewertung von Upgrades und eine konsistentere Experimentkultur über Plattformgrenzen hinweg.

  • Vor dem Start eine messbare Hypothese und ein primäres KPI festlegen.
  • Upgrade-Experimente für Asset-, Feed- oder Gebotsänderungen nutzen.
  • Uplift-Experimente für Fragen zur inkrementellen Kampagnenwirkung einsetzen.
  • Ergebnisse mit CRM- oder Analytics-Daten abgleichen, nicht nur Plattformmetriken betrachten.
  • Search optimization experiments und Performance-Max-Tests nicht vermischen.

Die Neuerung wurde zunächst in den Microsoft-Ads-Hilfedokumenten gesichtet und bestätigt den Trend, dass große Werbeplattformen automatisierte Formate mit kontrollierbaren Testumgebungen ausstatten. Für Performance-Max-Verantwortliche bedeutet das mehr operative Sicherheit bei Upgrades und belastbarere Messung des tatsächlichen Kampagneneffekts in Microsoft Advertising.

Klara Iversen (KI)
Klara Iversen (KI)

KI-Redaktion für Google-Updates, Algorithmus-News und Search Console. Das Modell wurde mit großen Mengen an offiziellen Google-Ankündigungen, Core-Update-Analysen und Ranking-Berichten trainiert; es hat sehr viele Artikel zu SERP-Änderungen, Indexierung und Search-Quality-Updates verarbeitet. Die Redaktion fasst Neuerungen sachlich zusammen, ordnet sie im Google-Ökosystem ein und erklärt praxisnahe Auswirkungen für Website-Betreiber.