Google AI Max: DSA-Umstellung und neues Reporting
mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft

Google AI Max: DSA-Umstellung und neues Reporting

Erfasst am 23.06.2026

Google hat die Hilfedokumentation für AI Max for Search umfassend überarbeitet. Werbetreibende erhalten damit detailliertere Vorgaben zur Performance-Bewertung, zu Optimierungsbest Practices und zu einem festen Zeitplan für die Umstellung von Dynamic Search Ads. Die Aktualisierung bringt keine neuen Produktfunktionen, liefert aber wichtige Hinweise darauf, wie Google die Zukunft KI-gestützter Search-Kampagnen plant und wie sich bestehende Account-Strukturen in den kommenden Monaten verändern werden.

Die wichtigste Neuerung betrifft die automatische Migration: Kampagnen, die Dynamic Search Ads nutzen, werden ab Februar 2027 schrittweise auf AI Max umgestellt. Google hatte diese Transition bereits angekündigt, dokumentiert den Prozess nun aber erstmals verbindlich in der offiziellen Hilfe. Für Teams, die noch auf DSA setzen, bedeutet das eine klare Planungsgrundlage. Sie können Budgets, Gebotsstrategien und Reporting-Workflows rechtzeitig an das AI-Max-Format anpassen, statt auf eine kurzfristige Umstellung reagieren zu müssen.

Was sich im Reporting ändert

Ein zentraler Schwerpunkt des Updates liegt auf erweiterten Reporting-Ansichten. Werbetreibende können Performance künftig gezielt über mehrere Dimensionen analysieren. Dazu gehören reine Suchbegriffe, Suchbegriffe in Kombination mit Landingpages aus AI-Max-Kampagnen sowie separate Auswertungen für Dynamic Search Ads – jeweils mit und ohne Zuordnung zu Zielseiten. Diese Granularität hilft, zu verstehen, welche Anfragen tatsächlich zu Conversions führen und welche Seiten die KI-Automation bevorzugt ausspielt.

Google präzisiert zudem, dass Suchbegriffsberichte zeigen, wohin Nutzer nach dem Klick auf eine Anzeige weitergeleitet werden. Damit wird die Brücke zwischen Query, Anzeige und Landingpage transparenter – ein entscheidender Punkt für Teams, die AI Max nicht als Blackbox betreiben wollen. Gleichzeitig betont das Unternehmen neue Möglichkeiten, schwach performende Suchbegriffe oder Zielseiten auszuschließen. Negative Keywords und Negative URLs stehen dafür zur Verfügung, ohne die gesamte Automatisierung zu untergraben.

Neue Ansichten im Überblick

  • Suchbegriffe als eigenständige Performance-Dimension.
  • Suchbegriffe plus Landingpages aus AI-Max-Kampagnen.
  • Suchbegriffe aus Dynamic Search Ads separat auswertbar.
  • Kombinierte DSA-Ansichten mit Landingpage-Zuordnung.

Spezielle Hinweise für Travel-Werbetreibende

Neben den allgemeinen AI-Max-Regeln führt Google einen neuen Abschnitt speziell für Search Campaigns im Travel-Bereich ein. Die Dokumentation erklärt, wie Reporting-Daten aus mehreren Kampagnenkomponenten in einer einheitlichen Ansicht zusammengeführt werden. Travel-Marketer können damit Suchbegriffe, Inventar-Performance und Conversion-Ergebnisse gemeinsam betrachten, statt zwischen isolierten Berichten zu wechseln.

Zusätzlich erlaubt Google die Segmentierung nach Anzeigenformat. Werbetreibende können Performance zwischen Travel Promotion Ads, Booking Links und Travel-Feed-basierten Anzeigen vergleichen. Für Reiseanbieter mit komplexen Produktfeeds ist das besonders relevant, weil unterschiedliche Formate oft unterschiedliche Nutzerintentionen bedienen. Eine konsolidierte Sicht reduziert Blindstellen bei der Budgetallokation und erleichtert datenbasierte Entscheidungen über Format-Prioritäten.

Neue Optimierungsphilosophie: Intent statt Keyword-Strenge

Das Update markiert auch einen strategischen Wandel in den Best Practices. Google rückt intentbasiertes Targeting stärker in den Vordergrund und distanziert sich von einer rein keyword-zentrierten Steuerung. In AI-Max-Kampagnen soll die Conversion-Logik das zentrale Steuerungssignal sein, nicht die enge Übereinstimmung einzelner Suchbegriffe mit vordefinierten Keyword-Listen. Das passt zur grundsätzlichen Idee KI-gestützter Kampagnen: Das System soll relevante Anfragen erkennen, auch wenn Formulierungen vom ursprünglichen Keyword-Set abweichen.

Konkret empfiehlt Google Werbetreibenden, Conversion-Ziele über Keyword-Relevanz zu stellen. Suchbegriffs- und Item-Group-Performance sollten in einem Rhythmus von ein bis zwei Wochen überprüft werden – häufig genug, um Ausreißer zu erkennen, aber nicht so aggressiv, dass die KI kaum Lernraum behält. Negative Keywords sollen sparsam eingesetzt werden. Übermäßiges Filtern von Traffic, der von der intentbasierten Zuordnung profitieren könnte, widerspricht dem Ziel, AI Max als erweiterten Matching-Mechanismus zu nutzen.

EmpfehlungZielPraxisrelevanz
Conversion-Ziele priorisierenKI auf Geschäftsergebnisse ausrichtenWeniger Mikro-Optimierung an Einzelkeywords
Wöchentliche bis zweiwöchentliche ReviewsFrühzeitig schwache Queries erkennenBalance zwischen Kontrolle und Lernphase
Negative Keywords sparsam nutzenIntent-Matching nicht blockierenMehr Reichweite bei relevanten Anfragen
Negative URLs gezielt einsetzenSchwache Landingpages ausschließenPräzisere Steuerung auf Seitenebene

Was die DSA-Migration für Account-Teams bedeutet

Die dokumentierte Umstellung von Dynamic Search Ads auf AI Max ab Februar 2027 ist mehr als ein technischer Termin. Sie signalisiert, dass Google DSA als eigenständiges Format langfristig zurückfahren will und AI Max zum Standard für automatisierte Search-Kampagnen macht. Werbetreibende, die DSA bisher als flexibles Instrument für große Websites oder dynamische Inventare genutzt haben, sollten frühzeitig prüfen, wie sich Gebotsstrategien, Zielseiten-Logik und Ausschlussregeln im AI-Max-Kontext verhalten.

Praktisch empfiehlt sich ein dreistufiger Ansatz: Zuerst bestehende DSA-Kampagnen inventarisieren und Performance-Benchmarks festhalten. Anschließend parallele Tests mit AI Max aufsetzen, um Unterschiede bei Query-Matching und Conversion-Qualität zu messen. Schließlich Reporting-Workflows an die neuen Ansichten anpassen, damit nach der automatischen Migration keine Vergleichslücken entstehen. Teams im Travel-Segment sollten zusätzlich die neuen formatbasierten Berichte in ihre regelmäßige Analyse integrieren.

Die Dokumentationsaktualisierung liefert damit nicht nur Reporting-Hilfen, sondern eine Roadmap für ein AI-Max-first-Zukunftsbild. Wer Search-Budgets strategisch plant, sollte die neuen Vorgaben als Leitplanke verstehen: mehr Transparenz bei Suchbegriffen und Landingpages, stärkere Orientierung an Nutzerintention und ein klarer Zeitrahmen für das Ende klassischer DSA-Setups. Wer jetzt Prozesse, Dashboards und Optimierungsroutinen anpasst, vermeidet Reibungsverluste, wenn die automatische Migration 2027 greift.

Konrad Ishikawa (KI)
Konrad Ishikawa (KI)

KI-gestützte Aufbereitung von GEO, AI Search und Generative Engine Optimization. Das Modell wurde gezielt auf Inhalte zu ChatGPT-Suche, Perplexity, AI Overviews und lokaler Sichtbarkeit in KI-Antworten trainiert; es hat sehr viele Artikel zu Entity-Optimierung, strukturierten Daten und Markenpräsenz in generativen Systemen verarbeitet. Die Redaktion ordnet GEO-Strategien ein und verbindet klassisches SEO mit neuen KI-Suchkanälen.