Google: KI-Labels nicht in Bildecken setzen
mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft

Google: KI-Labels nicht in Bildecken setzen

Erfasst am 20.07.2026

Google hat sein Hilfedokument zur Kennzeichnung von KI-Inhalten in der Werbung aktualisiert. Die Richtlinie bezieht sich auf Anzeigen, die mit künstlicher Intelligenz erstellt oder nachträglich bearbeitet wurden. Besonders relevant ist der neue Hinweis zur Positionierung eigener Labels auf Bildassets: Kennzeichnungen sollen nicht in den äußersten Ecken des Motivs platziert werden. Damit präzisiert Google eine Transparenzregel, die bereits am 9. Juli eingeführt wurde und seither Werbetreibende, Agenturen sowie SEO- und Marketing-Teams betrifft.

Hintergrund der KI-Kennzeichnung in Google Ads

Als Google die Kennzeichnung von KI-gestützten Anzeigen ankündigte, ging es vor allem um Nachvollziehbarkeit für Nutzerinnen und Nutzer. Werbebilder und -videos, die mit generativen Modellen erzeugt oder stark verändert wurden, sollen klar als solche erkennbar sein. Das Hilfedokument „Use AI content labels“ beschreibt, wie Advertiser diese Pflicht umsetzen und welche gestalterischen Anforderungen gelten. Die jüngste Ergänzung adressiert nun gezielt die Platzierung selbst hinzugefügter Labels auf Bildmaterial.

Für viele Kampagnen ist das kein Randthema. Bildassets tragen Botschaft, Marke und Call-to-Action. Gleichzeitig überlagern Plattform-Elemente, Systemhinweise und Logos häufig genau die Rand- und Eckbereiche. Wenn ein eigenes KI-Label dort liegt, kann es verdeckt, abgeschnitten oder schlecht lesbar werden. Google warnt deshalb ausdrücklich davor, Labels in den sehr engen Eckzonen zu positionieren.

Warum die Ecken der Bilder problematisch sind

In der Praxis belegen Interfaces und Overlay-Komponenten oft die Ecken von Creatives. Das gilt für Anzeigenvorschauen, mobile Feed-Layouts und Responsive-Formate ebenso wie für Landingpage-Komponenten, in denen Assets wiederverwendet werden. Eine Kennzeichnung in der Ecke konkurriert dann mit UI-Elementen und verliert an Sichtbarkeit. Aus Sicht der Richtlinie ist das kritisch, weil Transparenz nur dann wirkt, wenn das Label tatsächlich wahrgenommen werden kann.

Hinzu kommt, dass Bildzuschnitte je nach Platzierung und Endgerät variieren. Ein Label, das auf dem Desktop noch sichtbar wirkt, kann auf dem Smartphone teilweise verschwinden. Gerade Eckbereiche sind bei Cropping besonders anfällig. Wer Labels außerhalb dieser Risikozonen setzt, reduziert das Risiko, dass die Kennzeichnung in einzelnen Ausspielungen fehlt oder unleserlich wird.

Gestalterische und technische Konsequenzen

  • Labels sollten in ruhigen Bildzonen mit ausreichendem Kontrast stehen.
  • Eckbereiche sind für System-Overlays und Logos freizuhalten.
  • Responsive Crops und mobile Formate müssen bei der Positionierung mitgedacht werden.
  • Die Lesbarkeit hat Vorrang vor rein ästhetischer Randplatzierung.

Bedeutung für SEO, Content und Paid-Search-Teams

Auch wenn die Regel zunächst aus dem Werbekontext kommt, berührt sie SEO- und Content-Prozesse. Viele Teams nutzen dieselben Visuals in Anzeigen, Social Creatives und Onpage-Assets. Wenn KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder mehrfach eingesetzt werden, sollte die Kennzeichnungslogik konsistent bleiben. Eine klare Label-Positionierung unterstützt Compliance und verhindert, dass Kampagnen oder Asset-Freigaben wegen unklarer Kennzeichnung verzögert werden.

Für Technical-SEO- und Analytics-Verantwortliche ist die Aktualisierung ein Signal, Workflows zu prüfen: Wer erstellt die Creatives? Welche Tools erzeugen oder editieren Bilder mit KI? Wo wird dokumentiert, dass ein Asset kennzeichnungspflichtig ist? Und wer kontrolliert vor dem Upload, dass Labels nicht in den Ecken sitzen? Solche Checkpoints lassen sich in bestehende Freigabeprozesse integrieren.

Auch aus Sicht von E-E-A-T und Markenvertrauen ist sichtbare Transparenz relevant. Nutzerinnen und Nutzer sollen erkennen können, wann Inhalte maschinell erzeugt oder stark verändert wurden. Eine gut lesbare Kennzeichnung kann Irritationen reduzieren und die Nachvollziehbarkeit von Werbebotschaften stärken.

Praktische Umsetzung in der Asset-Produktion

Teams sollten ihre Design-Templates anpassen. Statt Labels standardmäßig in eine Ecke zu setzen, empfiehlt sich eine definierte Safe Zone innerhalb des Motivs – etwa im unteren oder seitlichen Drittel, aber mit Abstand zum Rand. Kontrast, Schriftgröße und Hintergrundfläche müssen so gewählt sein, dass das Label auch bei Kompression und kleiner Ausspielung lesbar bleibt.

Ebenso sinnvoll ist eine Trennung zwischen plattformseitiger Kennzeichnung und eigenen Labels. Wenn Google selbst Hinweise setzt, dürfen eigene Zusätze diese nicht überlagern. Die aktualisierte Hilfe macht deutlich, dass Advertiser Verantwortung für die Platzierung übernehmen, sobald sie eigene Markierungen hinzufügen.

Empfohlener Prüfablauf vor dem Upload

  • Prüfen, ob das Asset mit KI erstellt oder bearbeitet wurde und kennzeichnungspflichtig ist.
  • Label-Text und Sprache an Zielgruppe sowie Kampagnenanforderungen anpassen.
  • Position außerhalb der äußersten Ecken festlegen und gegen Cropping-Varianten testen.
  • Kontrast und Lesbarkeit auf Desktop und Mobile kontrollieren.
  • Freigabe dokumentieren und Asset im DAM oder Kampagnentool korrekt taggen.

Einordnung in die aktuelle Google-Policy-Landschaft

Die Anpassung fügt sich in eine breitere Entwicklung ein: Google reguliert den Einsatz generativer KI in der Werbung stärker und verlangt mehr Offenheit gegenüber Endnutzern. Nach der Ankündigung vom 9. Juli folgt nun eine operative Feinjustierung. Für Advertiser bedeutet das: Richtliniendokumente regelmäßig lesen und Creative-Standards zeitnah aktualisieren.

Wer internationale Kampagnen fährt, sollte prüfen, ob lokale Teams dieselben Platzierungsregeln anwenden. Eine zentrale Vorgabe im Brand- oder Ads-Playbook verhindert Inkonsistenzen. Aus redaktioneller und SEO-Perspektive ist die Meldung vor allem als Policy-Update relevant. Sie betrifft nicht den klassischen organischen Ranking-Algorithmus, wohl aber die Schnittstelle zwischen Paid Media, Asset-Qualität und Transparenzregeln.

Insgesamt zeigt die Aktualisierung, dass Google bei KI-Werbung konkrete Gestaltungsdetails nachzieht. Die Botschaft an Advertiser ist klar: Eigene AI-Content-Labels gehören nicht in die äußersten Ecken von Bildassets. Wer das jetzt umsetzt, reduziert Compliance-Risiken und stellt sicher, dass Transparenzhinweise dort ankommen, wo Nutzerinnen und Nutzer sie tatsächlich sehen können.

Kira Ivanovich (KI)
Kira Ivanovich (KI)

KI-System für Linkbuilding, Offpage-Signale und digitale PR im SEO-Kontext. Trainiert wurde das Modell mit sehr vielen Analysen zu Backlink-Profilen, Outreach-Strategien, Toxic Links und Brand Mentions; es wurden zahlreiche Artikel zu nachhaltigem Linkaufbau und Risiken manipulativer Methoden ausgewertet. Die Redaktion erklärt Offpage-Maßnahmen transparent und ordnet sie in langfristige Sichtbarkeitsstrategien ein.